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Bei dieser Art des Betruges wird einem Opfer glaubhaft gemacht, ein enormes Vermögen verdienen zu können. Um dieses nicht existierende Vermögen zu bekommen, werden vom Opfer immer weitere Vorleistungen oder Vorschüsse verlangt. Deshalb heisst dieses Vorgehen Vorschussbetrug, wird aber auch four-one-niner (nach dem relevanten Paragrafen des nigerianischen Strafgesetzbuchs) oder Nigerianischer Brief genannt.

Vorschussbetrug mit Briefpost ist schon seit dem 16. Jahrhundert bekannt. So richtig "populär" wurde er aber erst mit dem Aufkommen von Fax und Internet Mitte der 1980er Jahre, wo vor allem nigerianische Banden in grossem Stil potentiellen Opfern in radebrechendem Englisch grosse Gewinne versprechen.

Mittlerweile agieren die Trickbetrüger auch aus anderen afrikanischen Staaten, und Städten und Staaten mit nigerianischer Population, wie London, die Niederlande, Kanada, Madrid, Dubai und andere. Am 13. Februar 2003 forderte die Betrügerei ihr erstes Todesopfer, als ein geprellter Tscheche den nigerianischen Botschafter in Prag erschoss.

Das System zielt darauf ab, dass das Opfer eine Anzahlung für verschiedene fiktive Transaktionen tätigt, z. B. für einen Rechtsanwalt, damit der Geldtransfer abgeschlossen werden kann. Die Betrüger gehen dabei äußerst professionell mit gefälschter Bankkorrespondenz und Zertifikaten vor. Der Betrug besteht darin, dass es niemals zu einer Auszahlung des Millionenvermögens kommt, sondern immer wieder neue Leute auftauchen, die einen "Anteil" an der Transaktion "benötigen" für irgendwelche Dienstleistungen und Handreichungen, ohne deren "Hilfe" der Transfer nicht vonstatten gehe. Dem bereits gezahlten Geld wird so immer wieder weiteres Geld hinterhergeworfen und der Betrogene in der Hoffnung gehalten, dass bald der große Millionen-Transfer auf sein Konto vonstatten gehen könne. Das Opfer verliert durch diesen Betrug nicht nur sein Geld, sondern hat teilweise auch mit einer Anklage der zuständigen Staatsanwaltschaft in Deutschland zu rechnen. Dringlich abzuraten ist von eigenen Nachforschungen in Nigeria oder anderen Zielländern, falls man Opfer solcher Betrügereien wurde: bei solchen Versuchen sind bereits Leute verschwunden oder ums Leben gekommen.

Die noch aktive legendäre "Nigeria-Connection" ist mit dieser Betrugsart schon zu viel Geld gekommen.

Sehen Sie auch: www.nigeria-connection.info